Osteopathie

 

Was ist Osteopathie?

Osteopathie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Knochenleiden. Doch das Behandlungsfeld des Osteopathen umfasst vieles mehr. So nimmt er durch gezielte Techniken Einfluss u.a. auf Knochen, Muskeln, Faszien, Gefäße und innere Organe. Dabei werden die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert. Das besondere Kennzeichen dieser Methode ist die Vielfalt der Techniken, mit der die Blockaden im gesamten Körper gelöst werden.
Das System kann schwerwiegende Symptome im Bereich des Gefäß- und Nervensystems, sowie Störungen des Lymph- und Blutkreislaufes auslösen.

 

Die Geschichte der Osteopathie

Die Osteopathie wird in Deutschland seit 1988 angewendet. In anderen Ländern wie z. B. Belgien und Frankreich schon länger. Der Begründer des Verfahrens ist der amerikanische Arzt Dr. Andrew T. Still. Er kritisierte das Verfahren der Ärzte und mit welcher Bedenkenlosigkeit sie ihre Patienten mit Medikamenten vollpumpten. Seiner Ansicht nach müsste die Medizin dem Patienten mehr bieten. Somit entwickelte er Techniken, mit denen sich die optimale Funktion des Muskel-Skelett-Systems wiederherstellen lässt.

 

Teilbereiche der heutigen Osteopathie

Parietale Osteopathie:
Sie behandelt Störungen des Bewegungsapparates. Durch gezieltes Mobilisieren und Manipulieren von Gelenken der Extremitäten und Wirbelsäule, werden Sehnen und Muskeln angeregt eine ausgeglichene Spannung im Körper zu erzielen und somit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu reduzieren.
Außer Muskeln und Gelenke bearbeitet die Parietale Osteopathie auch Faszien und Bindegewebe, welches sich durch den gesamten Körper zieht.

Cranio-sakrale Osteopathie:
Das craniosakrale System setzt sich zusammen aus den spannungsabhängigen Schädelknochen und dem Kreuzbein. Beides ist über den Rückenmarkskanal miteinander verbunden. Dieses hydraulische System überträgt Bewegungen des Schädels auf das Kreuzbein und zurück. Der Osteopath ist in der Lage diese feinen Bewegungen zu spüren und den normalen Rhythmus des Patienten wiederherzustellen.

Viszerale Osteopathie:
Hier wird die Eigenbewegung der inneren Organe und die Beweglichkeit mit ihrer Umgebung untersucht und behandelt. Die Organe sind über Faszien, sowohl mit der Wirbelsäule und auch anderen Körperabschnitten verbunden und können diese beeinflussen.

 

Bei welchen Patienten kann Osteopathie angewandt werden?

Außer strukturelle Probleme (z. B. Brüche, Tumore) kann man so ziemlich alles behandeln. Vom Säugling bis zum Greis findet jeder sein Anwendungsgebiet in der Osteopathie. Häufige Anwendungsgebiete sind Rückenschmerzen, Migräne, Probleme des Bewegungsapparates, Schwindel, Tinitus, Nervenreizungen, immer wiederkehrende Sinusitis, CMD, sowie Störungen des Magen-Darm-Trakts u.v.m.

Vereinbaren Sie doch einen Beratungstermin (Befundaufnahme) um herauszufinden ob Ihr Problem mit dieser Therapie behoben werden kann.

 

Kostenübernahme und Dauer einer Behandlung

Die erste Behandlung ist eine Befundaufnahme. Diese dauert zwischen 45 und 60 Minuten und kostet 45 €. Hier wird entschieden ob die Osteopathie bei Ihrer Problematik angezeigt ist oder eine andere Therapieform sinnvoller erscheint.

Alle Folgebehandlungen dauern zwischen 40 und 60 Minuten und kosten zwischen 47 und 70 €.

Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen obliegt derer Einzelfallentscheidung. Prinzipiell bleibt die Osteopathie eine Privatleistung und eine Kostenübernahme wird nicht gewährleistet.

Bitte besorgen Sie sich ein Privatrezept auf dem eine Diagnose steht und als Therapieform die Osteopathie empfohlen wird. Ein solches Privatrezept kann jeder Arzt ausstellen, auch wenn sie gesetzlich versichert sind.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten!